Hanko

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Als Hanko wird in Japan der Namensstempel bezeichnet, der bei geschäftlichen Verträgen die selbe Bedeutung hat wie die Unterschrift in Europa. Sowohl Firmen wie auch Privatleute können sich einen solchen Namensstempel herstellen lassen. In vielen Fällen ist nur das Hanko und nicht die Unterschrift zulässig.

Musterabdruck Hanko-Stempel
Stempelabdruck Hanko

Zwei Arten von Hanko-Stempeln sind bekannt: persönliche Siegel und registrierte (legale) Siegel. Um Land oder ein Auto zu erwerben oder eine Wohnung zu mieten ist ein registriertes Siegel notwendig. Von manchen Banken wird es sogar zur Konto-Eröffnung verlangt.

Bei der örtlichen Stadtverwaltung kann die Zertifizierung und Registrierung des Hanko durchgeführt werden. Dort erhält der Hanko-Inhaber den „zertifizierten Siegelabdruck“, mit der ein Siegelstempel bei Verträgen authentifiziert werden kann, ähnlich der beglaubigten Unterschrift.

Das klassische Hanko wird auf ein Ende eines kleinen Blocks aus Hartholz, Elfenbein, Marmor oder Knochen geschnitzt, mit einem Durchmesser von 25 bis 75 mm. Gummistempel, wie man sie z.B. in Souvenirläden erwerben kann, sind nicht als offizielles Siegel benutzbar.

Ebenso wie bei Banknoten und Geldscheinen hat auch beim Hanko der technische Fortschritt zu immer perfekteren Fälschungen geführt. Die Zukunft des Hanko in Japan ist daher ungeklärt.

Signaturstempel werden ebenso auch in anderen Ländern verwendet, so zum Beispiel in China (= Chop), aber auch in einigen israelischen Unternehmen sind sie gebräuchlich.

Siehe auch: Gummistempel, Unterschriftenstempel.

Mehr Informationen zu Hanko bei Wikipedia.

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